Bayer von Stromversorgervergleich nicht überzeugt
Nicht nur Privathaushalte sollten Stromversorger vergleichen, auch und gerade Gewerbe und Industrie nehmen regelmäßig einen Abgleich der verschiedenen Anbieter vor, um für ihren durchschnittlich hohen Energieverbrauch einen besonders günstigen Tarif zu finden.
Günstige Stromtarife ziehen Bayer ins Ausland
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer allerdings scheint hierbei nicht fündig zu werden und droht bei weiter steigenden Strompreisen mit Abwanderung seiner Werke ins Ausland. Wie Unternehmenschef Marijn Dekkers beklagt, steht Deutschland bei einem EU-weiten Stromversorgervergleich mit seinen Tarifen an der Spitze - ein erster Platz, auf den auch gut verzichtet werden könnte. Die Wettbewerbsfähigkeit international operierender Unternehmen würde so eingeschränkt und diese dadurch mit ihren Produktionsstätten ins Ausland getrieben werden. Einen Teilbereich hat die Gesellschaft aus Leverkusen bereits sogar außerhalb der europäischen Grenzen nach China verlegt.
Kein Stromversorgervergleich mehr für BMWs Elektroautos
Ein weiteres deutsches Großunternehmen hingegen geht einen anderen Weg, die steigenden Energiekosten zu umgehen: Der Münchener Automobilhersteller BMW will nicht mehr andere Stromversorger vergleichen, sondern sich zumindest teilweise autark versorgen. So entsteht derzeit eine Anlage zur Erzeugung von Ökostrom aus der Kraft des Windes. Die Räder sollen in erster Linie die benötigte Energie für die Herstellung der Elektroautos BMW i3 und i8 liefern, die ab dem dritten Quartal des Jahres 2013 zum Verkauf stehen sollen. Nicht nur der Umwelt wird der Konzern damit gerecht, auch profitiert die Gegend um Leipzig wirtschaftlich: Rund 800 Arbeitsplätze werden aufgrund der Werkerrichtung geschaffen.
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